Von Göttern und Dämonen, von Licht und Schatten

Wir sind zurück von den Gilis auf der Insel der 1000 Götter. Kleiner Einschub zu den unterschiedlichen Religionen: auf Gili T haben uns stets morgens um 5.oo Uhr die Gebete des Muezzin geweckt, die insgesamt fünf Mal am Tag aus den Lautsprechern der Moschee ertönen, da auf Lombok, den Gilis und anderen indonesischen Inseln der Islam die vorherrschende Religion ist. Auf Bali kommen wir wieder mit der Vielfalt der hinduistischen Götter- und Dämonenwelt und den hinduistischen Zeremonien in Kontakt. Auf Bali hat sich aus dem ‚Animismus‘ – dem Glauben an eine beseelte Natur, an Dämonen und Götter, an weiße und schwarze Magie – eine besondere Ausprägung des Hinduimus entwickelt, der ‚Agma Hindu Dharma‘, bei dem die drei Götter Brahma, Vishnu und Shiva Ausdruck des einen göttlichen, allumfassenden Wesens sind, die Natur als beseelt angesehen wird und Bäume, Steine, Seen und alles was die Menschen umgibt, von Göttern – oder bösen Geistern – bewohnt sein kann.

Im Südwesten Balis, auf der Halbinsel Bukit im Örtchen Uluwatu, einem Surferparadies;-) verbringen wir unsere letzten Urlaubstage bevor wir morgen – um viele Eindrücke reicher – zurückfliegen . 
Gestern haben wir eine Wanderung zum Tempel ‚Pura Luhur Uluwatu‘ gemacht, entlang der Klippen, durch kleine Dörfer und schließlich durch ein Wäldchen, das den Tempel umgibt und in dem eine Bande von Langschwanzmakkaken lebt (mit diesen frechen Äffchen haben wir ja bereits im Monkey Forest von Ubud Bekanntschaft gemacht… Sonnenbrillen und Hut runter, Handys und Kamera einstecken oder gut festhalten;-)

‚Pura Luhur Uluwatu‘ bedeutet ‚ Tempel über dem Fels‘ und ist einer der wichtigsten und bedeutendsten hinduistischen Tempel auf Bali. Er wurde bereits im 11.Jahrhundert erbaut und im 16.Jahrhundert zu seiner heutigen Größe erweitert. In diesem Tempel finden auch heute noch viele wichtige heilige Zeremonien statt. Er erstreckt sich mit seinen Mauern, seinen beiden Nebentempeln und dem Hauptheiligtum entlang einer beeindruckenden Felslandschaft, die sich ungefähr hundert Meter senkrecht aus dem Meer erhebt und gegen die die starke Brandung des indischen Ozean tost.

Der Uluwatu Tempel ist der Göttin Dewi Danu, der Schutzgöttin des Meeres, geweiht. Er ist auch deshalb so wichtig, weil für die Balinesen das Meer die Heimat vieler Dämonen und gefährlicher Götter ist, wovor es sich adäquat zu schützen gilt. Die Legende besagt, dass die ganze Klippe mitsamt dem Tempel einst ein Schiff war, das hier gestrandet und zu Stein erstarrt ist … und mit etwas Phantasie können wir von einiger Entfernung den steinernen Bug des Schiffes anhand der Felsformation ausmachen. Unseren schicken Sarong haben wir auch wieder herumgeschlungen – alle Tempelanlagen auf Bali dürfen nur mit diesem Tempeltuch betreten werden. Morgens um halb sieben sind wir bereits von unserer Unterkunft, den Uluwatu Cottages, aufgebrochen, um die Tempelanlage noch ohne jeden Ansturm von Touristenbussen zu sehen – das hat sich gelohnt, wir sind fast alleine und können die Tempelanlage in sehr beschaulicher Ruhe erleben.

Bevor wir morgen abreisen – sofern der seit ein paar Tagen heftig brodelnde Vulkan Mount Agung, uns abfliegen lässt – werfe ich zum Abschluss meiner Reiseberichte einfach noch ein paar Blitzlichter auf unsere Erlebnisse. Und falls du mit dem Gedanken spielst auch nach Bali oder Lombok und die Gilis zu reisen, findest du vielleicht hilfreiche Anregungen. Oder lass‘ dich einfach nochmals ein bisschen mitnehmen in die tropische Inselwelt. Ein kleines Resümee also zu Yoga, Snorkeling & Diving, Kultur, modern live und kulinarische Freuden…

… ich bin sehr dankbar und erfüllt von den vielen, neuen Eindrücken und Erlebnissen, habe noch nie in meinem Leben schönere Sonnenuntergänge erlebt und das Licht und die Farben auf diesen Inseln sind geradezu atemberaubend. Wir sind so vielen herzlichen, lebensfrohen und entspannt chilligen Menschen begegnet. Ich habe das warme Klima als sehr, sehr angenehm empfunden, jeder Tag ist ein „Schläppchentag“: morgens aufstehen, die Sonne scheint, der Himmel von einem strahlend Blau – vielleicht ein paar weiße Wolken hineingetupft – am Meer weht eine leichte Brise, nur ganz leichte Kleidung überstreifen, die Sonnenbrille – fertig für den Tag. Die Abende und Nächte sind mit ca. 25Grad natürlich nicht jedermanns Sache.
Die sehr entwickelte touristische Infrastruktur macht den Aufenthalt sehr angenehm. Bis auf eine Unterkunft in Padangbai ( dem ‚Harmony Guest House‘, das aus meiner Sicht nicht zu empfehlen ist ) haben wir es super getroffen mit unseren kleinen Gartencottages. Das Essen in den Warungs ist günstig und fein, zudem mussten wir – wenn wir wollten – nicht auf leckeres Frühstück mit tollem Cappuccino, Müsli, Smoothie- Früchtebowls oder Avocadotoast verzichten, denn viele Cafés und Organic Bars haben sich auf die Reisenden aus Europa, Australien oder Amerika eingestellt. Zur Lunch und Dinnerzeit gibt es dort dann nicht nur eine ausgezeichnet gewürzte, lokale indonesische Küche, sondern auch vegetarische, vegane Gerichte oder frischestes rawfood. Und überall gibt es free Wifi.

Wunderschöne Yogaplätze konnte ich auf Bali an fast allen von unseren Destinations finden, jede Yogastunde war ganz anders, aber immer schön und jedesmal hatte ich ein Gefühl zuhause zu sein – einfach wunderbar …

in Sanur die ‚power of now oasis‘

in Ubud die ‚Yogabarn‘ – ausgezeichneter Yogaunterricht ! 

in Bondalem das ‚Prana Veda Sanctuary‘ – unglaublich schöner Platz am Meer für Retreats 

auf Gili T ‚Gili Yoga‘ und ‚yoga sunset beach‘ – mit einem wunderbaren Blick aufs Meer & den Sonnenuntergang

in Uluwatu die ‚Yoga Searchers‘

Wir hatten uns Bali ‚unberührter‘ in Bezug auf die Natur und weniger vom Tourismus ‚überschwemmt bzw überprägt ‚ vorgestellt. Mit all‘ den Schwierigkeiten, die diese Veränderungen in einem Land und einer Kultur mit sich bringen, z. B. das vielfach ungelöste Müllproblem oder der auf uns sehr hektisch und stressig wirkende Verkehr, der die Straßen verstopft und die Luft verpestet, die vielerorts ungeordnete Bautätigkeit. Das Besondere und Schöne mancher Orte zu erkennen – zum Beispiel den legendären Zauber Ubuds- brauchte deshalb Zeit – und manchmal könnte ich das paradiesische Bali so gar nicht entdecken. Geht es den Locals gut mit diesen heftigen Veränderungen, habe ich mich oft gefragt ? Manchen sicherlich – nicht nur denen, die am Tourismus profitieren – denn die moderne Welt, die auch Einzug in Bali gehalten hat, bietet eben auch viele Annehmlichkeiten. Ich möchte sie ja auch ungern missen. Und es hat ja keiner versprochen, dass Reisen nur paradiesisch und ohne Herausforderungen ist, dass ein Land andres ist als das Bild im Kopf und dass es nicht auch nachdenklich machen darf – kein Licht ohne Schatten.
In den Tagen auf den Gili Islands waren wir dem paradiesischen Gefühl einer traumhaften Insel mit weißen Sandstränden, türkisfarbenem Wasser und einem super entspannten Lebensgefühl oft näher. Hier haben wir beim Snorkeling große Meeresschildkröten und viele bunte Fische gesehen und Peter hatte nach seinem bestandenen OWD zwei faszienierende Tauchgänge und hat dabei ‚Nemo‘ gefunden!

Heute an unserem letzten Tag ist es erstaunlich wolkig und windig, es hat nur 21 Grad;-) also ein guter Abschiedstag. Morgen machen wir uns auf den langen Weg zurück nach Hause, falls uns der Mount Agung, der höchste Vulkan Balis, nicht noch im letzten Moment einen Strich durch die geplante Abreise macht. Über 50 Jahre liegt der letzte Ausbruch zurück, der dann Monate gedauert hat und seit ein paar Tagen rumort es wieder einmal gewaltig. Wir hoffen, dass die dunklen Dämonen durch gute Gebete und Opfergaben beschwichtigt werden konnten und ‚Agni‘, der Gott des Feuers noch in eine freundliche, wohlwollende Stimmung versetzt werden kann ! Ich freue mich – ganz aufrichtig – auf unser Wiedersehen und die gemeinsame Yogazeit… bis ganz bald … 

from Bali with Love !

der ‚Pura Luhur Uluwatu‘ – der Tempel über dem Fels- ist einer von Balis bedeutendsten Heiligtümern, liegt in einer atemberaubend schönen Felsenlandschaft ungefähr 100m über dem Meer und ist umgeben von der tosende Brandung.
Tore zum Glück. Balinesische Holzkunst an der Tür zu den ‚Yogasearcher‘ in Uluwatu. Ganesha, der Lieblingsgott vieler Yogis, soll Hindernisse beseitigen … und wirkt einfach wunderbar entspannt !
solch einen Arbeitsplatz hätte ich gerne auch in Freising … bei herrlich warmem, sonnigen Wetter mit Blick in die tropische Pflanzenwelt meinen yogaflows Reiseblog schreiben… einfach paradiesisch
feinste kulinarische Genüsse verwöhnen Gaumen und das Auge ! Die indonesische Küche hat so viele feine Speisen und die Köche haben auf beste Weise auch internationale Köstlichkeiten in den Speiseplan integriert ! Ich stelle mich zuhause lieber nicht auf die Waage;-)
eine faszinierende Unterwasserwelt haben wir vorallem rund um die Gili Islands erlebt … und Peter hat bei einem seiner Tauchgänge ‚ Nemo‘ gefunden
from Bali with Love … ich freue mich auf unser baldiges Wiedersehen !
 

tropical yoga flow & magic sunset … die Gili Islands

Alles fließt wusste bereits der weise Heraklit … und hier auf den Gili Islands – einer Gruppe von drei kleinen Sandinseln in der Balisee – würde ich ergänzen  “ & alles chillt “ .

Mit dem (very speedy) speedboat sind es von Padangbai aus zweieinhalb Stunden weiter Richtung Osten zu den Gilis, die der großen Insel Lombok vorgelagert sind. „Gili“ bedeutet auf indonesisch „kleine Insel “ und wir haben uns Gili T ( so wird liebevoll “ Gili Trawangan“ , die größte der dreien, genannt) ausgesucht und eine ruhige, entspannte, kleine Gartenvilla als Unterkunft gefunden – ein Inselhopping auf die beiden anderen ist ja problemlos per Boot möglich. Die Entscheidung war nicht so einfach, denn jede der drei Inseln hat ihren eigenen Flair und einen eigenen Charakter: Gili Air ist am dichtesten besiedelt und erschlossen, Gili Meno, die kleinste ist am ursprünglichsten und sehr ruhig (ein bisschen Robinson Crusoe Feeling kommt hier auf jeden Fall auf), Gili T ist die größte der Dreien – kann aber ebenfalls zu Fuß am Strand entlang oder in ca. einer Stunde mit dem Fahrrad umrundet werden.

Gilt T wird auch als die „Partyinsel“ der Dreien bezeichnet, denn jeden Abend gibt es irgendwo coole Livemusik in einer der Strandbars – die indonesischen Locals sind begnadete Livemusiker ! , DJ’s legen auf und bei den Strand BBQ’s gibts frisch gegrillten Fisch. Stell dir einfach vor, du sitzt auf einem der weißen Strandholzstühle oder machst es dir in einem Sitzsack oder auf einer Bambuscouch gemütlich, die direkt im Sand stehen, die Meereswellen rauschen, kreative Strandleuchten zaubern romantisches Licht und es wird frischer Fisch, indonesisches Nasigoreng oder auch eines der feinen vegetarischen Gerichte serviert … dazu ein frisch gepresster Lime-Carrot-Ginger Juice oder ein kühles Bintang (lokales, erfrischendes Pils). Vielleicht buchst du ja in Gedanken bereits deinen Flug hierher;-)

Auf Gili T haben wir auch viele ruhige Strandabschnitte und unberührte Ecken gefunden- wenn du keine Lust hast auf Musik oder Party gehst du einfach nicht hin. Und die Westküste ist für Ihre magischen Sonnenuntergänge bekannt ! An zwei der drei Yogaplätze, die ich ausfindig gemacht habe, war ich in einem schönen Yogaflow, du kannst hier in offenen Bambushallen vom ‚Morningflow‘ über entspanntes ‚YinYoga‘ bis hin zum fließenden ‚Vinyasa zur sunset Zeit‘ deine Yogapraxis genießen.

So sind wir mit dem bunten, vielfältigen Mix den wir auf Gili T vorfinden sehr glücklich… und aus den geplanten vier Tagen als kleiner Abstecher von Bali aus haben wir auf zehn Tage verlängert. Da es auf keiner der Gilis motorisierten Fahrverkehr gibt, herrscht auch auf Gili T trotz dem bunten Treiben in den Straßen eine sehr entspannte Atmosphäre… alles chillt und groovt, inklusive den supernetten „Locals“. Vor allem auf der Ostseite gibt es unzählige Cafés, kleine Warungs, einen Nachtmarkt, Bars, Restaurants, Spa’s und Diving Resorts, hier legen auch die Boote an. Aber einen Hafen gibt es nicht – was immer wieder zu sehr spannenden Anlegemanövern am Strand und improvisierten Austiegsmöglichkeiten aus den Touristenbooten führt;-) Anstelle der Rufe „Taksi, Taksi“ in Ubuds Straßen hörst du hier entlang der mainroad wie dir in indonesisch English ein freundliches „Massage, Massage“ oder “ Snorkeling Tour, Mister ?“ zugerufen wird. Als Fortbewegungsmittel dienen die traditionellen kleinen Pferdekutschen, „Cidomo“ genannt – mit denen auch der gesamte Transportverkehr abgewickelt wird. Besonders am Morgen herrscht ein reges Treiben am kleinen zentralen Umschlagplatz für Waren … und Touristen;-) Seit einigen Jahren bemüht sich der von den Tauchschulen zusammen mit den Einheimischen gegründete ‚Gili Eco Trust‘ , dass es den zum Teil arg strapazierten Pferden inzwischen wieder besser geht, nimmt sich der auch hier herrschenden Müllproblematik an und versucht Lösungen zu finden, die Zerstörung der einstmals traumhaften Korallenriffe aufzuhalten. 
Wir haben das Cidomo bisher gar nicht benötigt, denn Fahrrad fahren ist eine optimale Möglichkeit, die verschiedenen Bereiche der Insel gut, entspannt und völlig flexibel zu erreichen, das Ausleihen an einer der unzähligen Fahrradverleih Stationen ist problemlos (und wirklich sehr günstig). Am Anfang waren wir etwas erstaunt über die ungewohnt niedrig eingestellten Sattelhöhen (das berühmte „Affe auf dem Schleifstein“- Gefühl) – was sich aber beim Steckenbleiben auf den sandigen Wegen oder bei diffusen Verkehrsbegegnungen von Cidomos, Fußgängern und Fahrradfahrern als sehr vorteilhaft erwiesen hat: statt Bremsen, einfach schnell Füsse auf den Boden und Stehenbleiben;-)

Gestern haben wir eine phantastische ‚3 Islands Pontonboat Tour‘ erlebt. Am frühen Nachmittag sind wir mit unserem Schnorchelequipment Richtung Gili Meno gestartet, um dort an zwei wunderbaren Plätzen im Meer viele, bunte Fischschwärme und – mein absolutes Highlight- Schildkröten in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten ! Bei Gili Air gab’s nochmals ein Riff zu erkunden, mit noch zum Teil erhaltenen, bunten Korallengärten und wunderschönen Fischen. Die nette Crew an Bord hat dann noch für die Gäste an Bord gegrillt – wir waren zu acht – und während die Sonne im Meer versunken ist, waren wir auf der Rückfahrt nach Gili T.

Wenn wir nicht gerade unseren sunset am Boot erleben, pilgern wir am frühen Abend, gegen halb sechs an die Westküste, um uns von einem der spektakulären Sonnenuntergänge verzaubern zu lassen – magic ! Einfach dasitzen und dem ständig wechselnden Fabenrausch zusehen … sometimes life is so easy !

Während sich Peter heute früh bei einem weiteren Tauchgang vor Gili Meno schwerelos in der faszinierenden underwaterworld hat treiben lassen, war ich jetzt im ’sunset beach yoga‘ und habe bei einer angenehmen Briese Meereswind unterm luftigen Bambusdach mit Blick auf die Weite des Meeres und 28 Grad Außentemperatur einen „tropical“ Yogaflow geniessen dürfen. Während die Sonne hinter Balis höchstem Vulkan, dem Gunung Abung mit seinen 2152m, untergetaucht ist …

Ich sende euch Herzengrüsse & viele wärmende Sonnenstrahlen ! Vielleicht könnt ihr ja sogar das Meer rauschen hören und eine Brise angenehmen Meereswind fühlen …
den wunderbaren, großen Meeresschildkröten bei ihrem eleganten Treiben im Meer zu zuschauen, war mein persönliches snorkeling Highlight ( nein, das ist keine Postkarte, live erlebt und von Peter mit seiner Unterwasserkamera super eingefangen !)
Gili T bietet eine – für uns – angenehme Vielfalt: Strassencafes, chillige Leute, Strandleben …
… und anstelle von motorisiertem Fahrverkehr gibt es hier immer noch „Cidomos“ , traditionelle kleine Pferdekutschen, die für den Warentransport und zur Fortbewegung dienen. Fahrräder sind aber eine flexible Alternative, die Insel zu erkunden.
Yoga in einer offenen, luftigen Bambushallen und mit Blick aufs Meer und den sunset… (ich überlege schon wie sich dies bei uns in Freising umsetzten lässt 😉

Connected

Wie schön mit dir und euch auf unserer Bali Reise verbunden zu sein, meine Gedanken und Erfahrungen mit euch zu teilen und von euch immer wieder einmal zu hören ! Eine – oder besser gesagt mehrere- Connections sind inzwischen auch hier entstanden. Bali und seine Bewohner strahlen ein Lebensgefühl von großer Herzlichkeit und Offenheit aus, die wir besonders im nicht so gut besuchten Norden der Insel in den letzten Tagen genießen und erleben durften. Das zeigt auch diese kleine Geschichte mit Potok …
Potok ist hier in dem Städtchen Bondalem geboren und lebt auch einen großen Teil der Zeit des Jahres hier an der Nordküste Balis direkt am Meer ( wenn er nicht gerade mal wieder für ein paar Wochen bei seiner Freundin und seinem Sohn Noa in Herrsching am Ammersee ist … und eine weitere Liebe in Deutschland pflegt – nämlich zum ‚FC Bayern München‘ ;-). Was für eine interessante connection!

Besonders schön am Reisen – das stelle ich auch dieses Mal wieder fest- ist für mich das in Verbindung kommen, zum Beispiel mit neuen und anderen Lebensgeschichten… & bei einem gemeinsamen Abendessen am Meer haben uns Jim und Pascal, ein amerikanisch-französisches Paar, das derzeit vier Monate auf Reisen ist (China, Japan, Bali, Australien, französisch Polynesien), ein klein wenig von ihrer interessanten Lebensgeschichte erzählt. Dabei haben wir ganz nebenbei erfahren, dass sie in Potok einen supernetten, entspannt balinesischen Begleiter zum Tempelfest hier in Bondalem hatten. „We were connected to Putuk via whatsapp “ und alles Weitere hat sich dann ganz leicht ergeben. Am frühen Abend stehen wir mit unseren beiden wunderschönen Sarongs bereit – Peter ist übrigens ein Traum in solch einem schicken typisch balinesischen Tempeltuch ! Potok brachte für uns beide noch eine Art Schärpe und Opfergaben mit & für Peter eine weiße balinesische Mütze ( die war zwar dann etwas zu klein, trug dennoch zum Charme unsere Verkleidung bei 😉

Der gesamte Vollmondtag – und die beiden Tage davor und danach – mit seinem Höhepunkt am Vollmondabend werden mit einer großen hinduistischen Zeremonie gefeiert. Am Tempel, der hier übrigens direkt am Strand steht und auf das Meer ausgerichtet ist – was zu der besonders schönen Atmosphäre beiträgt – herrscht bereits reges Treiben und alle , auch die kleinsten Kinder, sind wunderschön gekleidet. Es geht langsam voran, alle müssen durch ein kleines Tor ins Tempelinnere und am Eingang steht ein Priester, der die Eintretenden segnet. Einer der Höhepunkte des Tempelfestes sind dann die Tänze zu traditioneller Gamelanmusik – kunstvolle Hand- und Fingergesten und geübte Schritte der wunderschön gekleideten weiblichen Tänzerinnen sind beeindruckend, sie stellen mit ihren „Geweih-Hüten“ Tiere dar, die Männer mimen in ihrem Tanz mit Speren Krieger, die das Unheil abwenden. Wir sind herzlich willkommen, das spüren wir – obwohl wir die einzigen ‚Nicht Locals‘ sind (auch wenn die jungen Mädels vor uns immer wieder mal zu uns umschauen, kichern, uns anlachen und offensichtlich sehr amüsiert sind, wenn während der vielen zeremoniellen Handlungen, die wir natürlich versuchen mitzumachen, wohl wieder ‚mal was schief gelaufen ist … ( z.B. verschieden farbige Blüten in der richtigen Reihenfolge zwischen die Finger nehmen und segnend zur Stirn führen, Räucherwerk anzünden, Handgesten bei der Segnung ausführen … klingt ziemlich komplex, nicht wahr und ist es auch;-).

Am nächsten Morgen um ca. 6.3o Uhr, kurz nach Sonnenaufgang, sind wir am Meer entlang bereits wieder auf dem Weg zum Ortszentrum. Wir treffen uns nochmals mit Potok und besuchen einen typischen Gemüse- und Fruchtmarkt ( den einen oder anderen Stand mit Hühnchen und Fisch gibt es auch ). Potok kennt gefühlt die halbe Stadt, wir schütteln Hände, werden begrüßt, probieren und kaufen unbekannte, exotische Früchte und frisch im Teig gebackene Bananen. Die schmecken dann sooo köstlich bei unserem gemeinsamen Frühstück zu dem uns Potok zu seiner Familie einlädt, die in einer der engen Gassen in einem einfachen, kleinen Häuschen lebt. Dort bekommen wir dann noch ein super Livekonzert zu hören, Potok spielt aber keine Gamelanmusik, sondern erstaunt uns, als er plötzlich auf seiner Gitarre, den Song ‚ Weil ich dich liebe‘ von den ‚Toten Hosen‘ spielt – den hat er bei bei seinen deutschen Freunden gelernt. 

Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft ‚ au naturel‘ gehen wir noch bei einem Kakaoanbau vorbei und bekommen überhaupt noch viele exotische Pflanzen gezeigt.Um ca 10.3o Uhr sind wir zurück und springen, erfüllt von den vielen schönen Eindrücken, die wir heute schon erlebt haben, in den erfrischenden Pool … our day is done !

Und schon geht es weiter. Wir reisen an die Ostküste Balis zum Hafen – und Fischerort Padangbai. O.k. zugegebenermaßen etwas idyllischer hatten wir uns das in einer Bucht gelegene Städtchen -zwischen den wohlklingenden Stränden ‚White Sand Beach‘ und ‚ Blue Lagoon‘ eingebettet – schon vorgestellt. Aber die nächsten drei Tage wollen wir ja sowieso aufs Meer hinaus und so können uns Müllproblem, knatternde Scooter, hupende Kleinbusse, trötende Fährschiffe (auch Nachts um 2.oo, 4.oo und 6.oo Uhr im Wechsel mit jämmerlich schreienden Katzen) nicht so viel anhaben und am Abend gibt es wirklich, wirklich gute Livemusik in ein paar coolen Kneipen ! Das macht alles wett und natürch, dass Peter hier sein open water diver Zertifikat macht – congratulation! – und immer ganz glücklich von seinen Tauchgänge auftaucht. Nach einem Probetauchgang im Pool habe ich mich entschieden die vielen bunten Fischchen, Wasserflöten und Korallen beim snorkeling zu genießen… und da ich zusammen mit dem Boot für die Taucher raus gefahren bin, etwas abseits der Strände, war das auch sehr schön.

Morgen gehts dann auch schon wieder auf zu neuen Abenteuern. Wir fahren mit dem Schiff zu den Gili Islands … einer kleinen Inselgruppe, weiter im Osten, ca 2 Stunden Bootsfahrt von Bali entfernt. Von da lasse ich dann wieder von mir hören… we stay connected !

morgens um 7.oo auf dem Gemüsemarkt der kleinen Stadt Bondalem an der Nordküste Balis… wir kaufen leckere tropische Früchte, zum Beispiel die dunkelviolette Drachenfrucht, für unser Frühstück

ab in die Tiefen des Meeres… Peter hat viel Spaß & hat hier in Padangbai seinen OWD – open water diver – gemacht

… während ich die Unterwasserwelt mit ihren wunderschönen, bunten Fischchen, den ‚Wasserflöten‘ und die vielfältigen Korallen bei beim snorkeling genieße

der kleine Hafen- und Fischerort Padangbai an der Ostküste Balis hat uns ganz schön gefordert: stickige Luft, Balis Müllproblem ganz offensichtlich auf allen Straßen, hupende Schiffe und jaulende Katzen in der Nacht;-) … gut dass es auch chillige Live Bands gab die coole Musik machen & eine super Stimmung hier ins ‚Omang Omang‘ bringen!

Lakshmi oder über die Schönheit

Lakshmi (sprich Lakschmi) bedeutend im Sanskrit „Glück, Schönheit, Fülle, Reichtum“ und ist im Hinduismus die glückbringende Göttin mit durchwegs positiven Eigenschaften, sie schenkt dabei nicht nur äußeren Wohlstand,sondern auch innere Harmonie und Wohlbefinden. In der Mythologie wird Lakshmi häufig auf einer Lotosblüte stehend, dem „Milchozean“ entsteigend dargestellt. Ein Geschenk der Ozeane an Lakshmi ist ein nie verwelkender Blumenkranz. Man sieht sie umgeben von einer überbordenden, wunderschönen Natur mit Wasserfällen, Schwänen, einem Elefanten, der mit Blüten geschmückt ist. Sie ist eine freundliche, gütige, aber auch flüchtige Göttin und verweilt nicht lange an einem Ort … und wer von uns kennt das nicht, dass man schöne, erfüllende Momente im Leben so gerne anhalten, verlängern, festhalten oder wieder erleben möchte, aber sie sind so flüchtig wie die Göttin Lakshmi

Ich liebe den Satz einer meiner Lehrer “ happiness is a inside job“ und versuche dies auch zu leben. Aber es gibt eben auch Momente und ganze Lebensphasen, die wir als schwierig, glücklos und leidvoll erfahren. Pema Chödrön, die große zeitgenössische buddhistische Meditationsmeisterin sagt „Schmerz und Vergnügen gehören zusammen, sie sind untrennbar. Inspiration und Jammer ergänzen einander. Es geht darum keiner Seite den Vorzug zu geben, sondern angemessen mit dem umzugehen was wir vorfinden.“

Wir sind im Norden der Insel angekommen. Unsere Unterkunft liegt direkt am Meer, ein üppiger, blühender Garten umgibt kleine Gartenhäuser bei denen man im Inneren in das hohe Holzgebälk und das mit Bambus kunstvoll gedeckte Dach blickt. Dusche und WC sind im Freien – nur von einer Natursteinmauer umgeben und mit einem kleinen in der Regenzeit schützenden Vordach im Freien zu duschen ist einfach herrlich. Wenn wir heraustreten aus dem Gartenhaus können wir wahlweise in einen Pool springen -mit Blick aufs Meer über den Garten hinweg – oder ein paar Schritte gehen und in die ruhige Balisee hinausschwimmen und eine Schnorchelrunde einlegen. Ein nettes Paar aus Californien macht hier ebenfalls Urlaub und sie lieben es auf Bali im Meer zu sein und im kleinen Riff direkt vor uns zu schnorcheln “ wondering if the pool or the sea is more pleasent „…
Ein schmaler, aber weitläufiger fast menschenleerer Strand mit schwarzem Lavasand und Lavasteinen liegt vor uns. Einige typisch balinesische Auslegerboote für den Fischfang rechts von uns, hohe Palmen säumen den Strand, dahinter schließt ein dichter Wald an, der sich hier u.a. aus riesengroßem Bambus, verschiedenen Ficusarten, Callistemon (Zylinderbaum, wunderschön feuerrot blühend) und dem heiligen ‚Taep‘ , dem Flammenbaum zusammensetzt. Paradiesisch ! … und was für ein Kontrast zum dicht besiedelten und touristisch stark erschlossenen, quirligen Ubud und Sanur – deren Besuch und die Eindrücke dort ich aber keinesfalls missen möchte.

Den Norden Balis erleben wir also ganz anders, das war bereits gestern auf unserer Fahrt durch die Hügelkette des Mount Batur so: die Serpentinen haben uns durch kleine balinesische Dörfer und wechselnde Landschaften geführt. Zuerst – noch nahe an Ubud- beeindruckende Reisterrassen, später Kaffee- und Kakaoanbau, Maniok, Süßkartoffeln und anderes Gemüse & Obst …

Lakshmi war auf Bali besonders großzügig, die Natur schenkt vieles in Fülle und beeindruckender Schönheit. Vielleicht hat gerade diese überbordende Schönheit der umgebenden Natur die Menschen hier zu ihrem Gespür für Schönes und den Genuss inspiriert. Das Kunsthandwerk auf Bali ist uralt und ist noch heute lebendig. Selten haben wir auf unseren Reisen so fein gewürzte, frisch zubereitete Speisen genießen dürfen … weiter unten findest du ein paar kulinarische Eindrücke – die auf den Bildern natürlich nur einen Bruchteil des Genusses vermitteln können ! 

Für zwei Tage werden wir die hohe Kunst des ‚Nichtstun‘ genießen… Schwimmen, Schnorcheln, Lesen, am Strand entlang spazieren, entspannen … & für meine Yogapraxis kann ich mir wunderschön Plätze aussuchen. Es gibt eine kleine offene Bambushalle im Garten, etwas versteckt & geschützt gelegen, ein angenehmer Wind weht herauf vom Meer – mein aktuelles Lieblingsplätzchen um meine Matte auszurollen. 

gesunde Obstsäfte und Smoothies erfrischen und schmecken einfach wunderbar!

im Restaurant ‚ Herbal Library ‚ hat einfach alles gepasst, das phantasievoll gekochte Essen mit Kräutern, Gewürzen und Gemüsen aus der Region war phantastisch und die Einrichtung schlicht aber wunderschön. Ein unvergesslicher Abend !

… einfach mal Abtauchen und das süße Nichtstun genießen:-)

Searching for the Heart of Bali

Wir sind auf Spurensuche ! Sanur im südlichen Teil der Insel am Meer und Ubud in der Mitte der Insel, umgeben von Reisfeldern sind die beiden ersten Orte die wir bisher erlebt haben – und die sehr stark befahrenen Straßen über die Insel dahin.Können wir hier noch etwas vom „eigentlichen“ Bali entdecken, war zunehmend unsere Frage, während wir uns mit Hunderten weiteren Reisenden und Touristen durch die engen Straßen gedrängelt haben, Shop an Shop, ein Café, Warung & Restaurant am anderen, Taksi (=Taxi) Rufende und Stände mit Anbietern für Erlebnistouren schieben sich vor und zwischen die wunderschönen alten Tempel und die herrlichen Gebäude, die einstmals der oberen balinesischen Kaste gehörten und heute häufig als Hotel und Guesthouse dienen.

Viele Tempel hier in Ubud sind übrigens nur für religiöse Zeremonien geöffnet – schön, finde ich! Sie sind somit für die heimischen Menschen hier & keine weitere Touristenattraktion. 

Was uns auch etwas irritiert ist, dass Einheimische zwar für den Service da sind, aber wenig die eigenen Läden und Cafés nutzen ( zu teuer vermutlich, während die Preise hier für uns sehr günstig sind … Frühstücken gehen mit super leckerem Müsli, warmen Porridge, frischestem Fruchtsalat, hausgemachten Marmeladen & Toast, Café oder Tee zu zweit ca 10€, unglaublich leckeres Abendessen – immer auch tolle vegetarische Gerichte ! – mit einem Bierchen zu zweit ca 15 bis 20 € ).

Also begeben wir uns auf Spurensuche… sprechen dabei mit möglichst vielen Balinesen, sind auf Wegen abseits von den zentralen Einkaufsstraßen unterwegs und machen schließlich einen sehr entspannenden Spaziergang durch die Reisfelder. Das sind die Eindrücke die wir dabei gewonnen haben :

Ja, auch viele Balinesen finden den Verkehr auf den Straßen – der in den letzten 5-10 Jahren so stark zugenommen hat – zu viel, zu laut und die Luft dadurch zu verschmutzt – aber die Welt hier in Bali sei eben auch moderner und angenehmer geworden mit Smartphone ( hat fast jeder) und Co. Doch die balinesische Kultur lebt noch, wird gelebt und an die Kinder weitergegeben… dies können auch wir spüren und sehen. Hinduistisch religiöse Zeremonien durch die Straßen erleben wir fast jeden Tag ( die nicht für uns Touristen ausgeführt werden), kleine Opfergaben werden vor Hauseingänge gelegt, es wird gesegnet und geräuchert, ein kleines Gebet gesprochen. Wir erleben wie in großen, antiken Hallen in der Stadt Kinder die tradionelle Gamelanmusik, Tanz und Rhythmen erlernen.

Und unser Weg durch die Reisfelder an einem steilen, grünen Flusstal entlang ist herrlich. Diese besondere, traditionelle Form des Reisanbaus mit den Bäumen, Palmen und Bananenpflanzen im Hintergrund bildet eine bezaubernde Landschaft. Es ist ruhig, das Licht strahlend und ein frischer Wind macht die Luft angenehm.

Heute habe ich meinen Tag um 7.oo Uhr mit einem ‚Morning Flow‘ in der ‚Yogabarn‘ – Ubuds großem Yogastudio- begonnen. Kurz nach 6.00 Uhr aufgestanden, bin ich durch die noch ruhigen Straßen in’s nahe gelegene Studio spaziert. 90 Minuten Yoga mit Yogis und Yoginis ‚from all over the world‘ (und einer Yogaleherin vermutlich as Japan, die eine schöne fließende Stunde geleitet hat) haben mir ein angenehmes Gefühl im Körper & einen ruhigen Geist geschenkt. So schön beschwingt bin ich in diesen Tag gestartet, dankbar all das hier erleben und in so viele lächelnde Gesichter schauen zu dürfen.

Und mit einem offenen Herzen, um „in die offenen Fragen hinein zu leben“ – so wunderbar poetisch nennt es Rilke …

ps ‚Äffchen, Äffchen, Äffchen‘ haben wir gestern im ‚ Sanctuary Monkey Forest ‚ mit seinen drei heiligen Tempeln gesehen. Und da sich die ‚Langschwanz Makkaken ‚ nicht an die für uns Menschen geltenden Grenzen des urwaldartigen Parks halten, springen sie auch auf den umliegenden Straßen, Autos und Bäumen umher, klettern auf Gebäude und schwingen sich durch das Kabelverhau der Elektroversorgung als wären es Lianen 🐒🐒🐒

Yoga Morning Flow in Ubud’s ‚Yoga Barn‘ – herrlich dass das Klima hier einfach Höhe nach außen offene Hallen für die Yogapraxis möglich macht
paddyfields, traditioneller Reisanbau, kleine Orte, Palmen und viel Grün lassen uns angenehm durch die Landschaft wandern
Yoga verbindet und schenkt mir ein Gefühl zuhause zu sein ! Heute morgen haben ca 50 Yogis und Yoginis hier in dieser großen Bambushalle Yoga geübt

gelebter Hinduismus – eine freundliche, lebensbejahende Religion. Saraswati, die Götting für Kunst, Kreativität und Wissen steht hier an einem Zugang zu einem wunderschönen Garten und Wohnhaus.

Nur der Tag bricht an, für den wir wach sind

… hat Thoreau in seinen Aufzeichnungen über Walden gesagt. Und auf Reisen sind unsere Sinne besonders geschärft und wach – wir nehmen häufig viel mehr wahr, da soviel Unbekanntes, so viele neue Eindrücke und Erfahrungen auf uns einstürzen. Die Routine und die alltäglichen Gewohnheiten haben wir -großteils – hinter uns gelassen… 

Gestern habe ich das besonders schöne Yogastudio ‚power of now oasis‘ im Süden Sanurs besucht. 100% ecofriendly – weist ein kleines Schild an der Rezeption mich darauf hin, dass die wunderschöne Bambushalle am Strand mit Blick aufs Meer aus natürlichen, nachhaltigen Materialien gebaut ist. Bali und Indonesien haben – wie natürlich viele andere Länder auf der Welt auch – ein großes Umweltproblem. Zuviele Autos, zuviel Plastik, selten Mülltrennung (der Müll wird einfach in die Landschaft, in die Flüsse und ins Meer gekippt), ein viel zu hoher Verbrauch der Ressourcen. Da Bali eine kleine Insel ist, wird das hier besonders offensichtlich. Diejenigen die Bali lieben (Einheimische ebenso wie Gäste) sind aufmerksam auf diese Probleme geworden und tun was – zum Beispiel das ‚power of now yoga‘. 

Oder die ‚turtle rescue farm‘ , die wir ebenfalls besuchen … Schildkröten – von den Eiern bis zur großen, ausgewachsenen Schildkröte – werden hier solange gehegt, aufgezogen oder medizinisch versorgt bis sie im Ozean (wieder) lebensfähig sind. Ein Team aus vorallem jungen Leuten kümmert sich darum, dass die Schildkröteneier am Strand nicht ausgebuddelt, gestohlen und gegessen werden, dass ausgewachsene Schildkröten nicht in Restaurants oder am Schwarzmarkt landen oder gestrandete Tiere (die sich zum Beispiel im Plastikmüll verheddert haben) medizinisch versorgt werden. Die hier betreuten Schildkröten sind alle vom Aussterben bedroht. Das TCEC (Turtle Conservation and Education Center) auf der sehr kleinen, Bali vorgelagerten Insel Seregan, macht einen tollen Job ! 
Voller Elan hat sich Peter als Driver heute im chaotischen Linksverkehr – frei von jeglichen Verkehrsregeln, die es hier auf Bali einfach nicht gibt- nach Ubud durchgeschlagen. Ich als Copilotin habe mit verschiedenstem Kartenmaterial versucht die Orientierung durch das Gewirr von – natürlich nicht beschilderten Orten und Straßen – zu behalten.Wir haben’s geschafft und sind im ‚Yogamekka‘ Balis wohlbehalten angekommen ! Auch unsere zweite Unterkunft ‚Sarin Villas‘ ist zu unserem Glück eine kleine ruhige Oase umgeben von Pflanzen und mit Blick auf die umgebenden Reisfelder… 

Der ‚Monkey Forest‘ ist gleich nebenan, der Besuch steht morgen auf dem Programm. Beim Beziehen unseres Hotelzimmers haben wir einen recht ungewöhnlicher Hinweis vom super netten Personal bekommen: die Fenster unseres Zimmers sollen wir bitte v.a. morgens nicht unbeaufsichtigt geöffnet lassen- denn die frechen Äffchen, die auch den Garten des Hotels besuchen, klettern auch manchmal ins Zimmer und klauen was ihnen gefällt (pick pockets der besonderen Art).

Yoga gab es heute als ,inner state‘ … wach für das Neue, Gelassenheit bei den ungewohnten und fordernden Situationen und Dankbarkeit für die vielen freundlichen Balinesen, denen wir heute begegnet sind (und die uns geholfen haben nach Ubud zu finden😉

 Yoga auf der Matte gibt es morgen wieder !

‚power of now yoga oasis‘ … die offene Yogahalle aus Bambus mit Blick aufs Meer… neue Inspirationen für Freising 🙂
‚Angelique‘ die heilige Kuh ist ‚head meditator‘
Turtel Island Research Center … wir bekommen eine sachkundige Führung von einem dort arbeitenden balinesischen Biologiestunden
herzliche Grüße & ein Namaste an euch alle … das Klima hier ist super angenehm

The power of now

Arrived! Wir sind gut angekommen auf der Insel der Götter und haben es mit dem Puri Kelapa in Sanur als erste Unterkunft sehr gut getroffen. Kleine Cottages stehen in einem grünen, duftenden Garten, wir sind umgeben von vielen blühenden wunderschönen Pflanzen und dem Singsang exotischer Vögel. Nach dem langen Flug ist es herrlich ein paar Bahnen in dem kleinen aber feinen Pool zu ziehen und uns zu erfrischen. Aus der Nachbarschaft sind die Klänge der typisch balinesischen Gamelanmusik zu hören mit ihren einfachen, immer wiederkehrende Melodien. Eine Oase der Ruhe und Entspannung … 

… während auf den Straßen von Sanur ein chaotisches, buntes Durcheinander herrscht: die Scooter sich knatternd zwischen die vielen Autos zwängen, ein freundlich gemeintes Hupen „hallo bzw. Achtung “ bedeutet (oder beim Fahren über eine Brücke die Geister beschwichtigt) und sich eine unglaubliche Vielzahl von Lädchen und Warungs – kleine balinesische Cafébars und Strassenküchen – aneinanderreihen. Alles soll und will gekauft werden, sogar entlang des Strands . Gut also als eines der ersten balinesischen Worte neben „vielen Dank – matur suksma “ oder „hallo – om swasti astu“ ein freundliches „Nein, danke – tidak, terima kasih “ zu lernen.

Die erste Fahrt heute im gemieteten kleinen Jeep, war dann auf dem Weg von der Autovermietung zu unserem homestay so aufregend, dass wir den geplanten Abstecher zur “ Schildkröteninsel“ und dem Yogastudio ‚the power of now oasis‘ auf morgen verschoben haben und erstmal ein paar kühlende Runden im Pool geschwommen sind …

ein Blick in den Garten des ‚Puri Kelapa‘. Exotische Pflanzen blühen und gedeihen das ganze Jahr auf Bali
Also werde ich heute meine Yogamatte einfach auf unserem schattigen bambusüberdeckten Balkon ausrollen. Da scheinen gerade durch die Äste des wunderbar duftenden Franganibaums ein paar letzte Strahlen der Abendsonne. Ein magisches Licht…. und auch eine Möglichkeit die Kraft des Moments zu nutzen.

Allgegenwärtig … die Götter, Dämonen und Symbole des balinesischen Hinduismus.
balinesische Kinder spielen in einer Tempelhalle die traditionelle Gamellanmusik – voller Freude und Aufmerksamkeit sind sie bei Trommeln, Schlagwerk und Glockenspiel

Bali – Yoga auf der Insel der Götter

Vier Wochen Bali. Insel der Götter. 11.733 km entfernt. Da ich (bisher;-) keine so routinierte und erfahrene Fernreisende bin, bin ich schon ein bisschen aufgeregt ab Ende August für vier Wochen nach Indonesien zu reisen. Wir haben dabei wenig im Voraus geplant, wollen uns vielmehr von den schönen Orten und der dortigen Kultur inspirieren und leiten lassen. Mit dabei ist natürlich meine Reise Yogamatte, denn Bali ist bekannt für unzählige, unterschiedlichste Möglichkeiten Yoga zu praktizieren – Yogastudios, Spas & Ressorts oder einfach am Meer. An welchen Plätzen auf Bali es besonders schön ist, die Yogamatte auszurollen werdet ihr dann auf diesem Blog `yogaflows auf Reisen` erfahren …

Erster Blogbeitraghindufigur