Nur der Tag bricht an, für den wir wach sind

… hat Thoreau in seinen Aufzeichnungen über Walden gesagt. Und auf Reisen sind unsere Sinne besonders geschärft und wach – wir nehmen häufig viel mehr wahr, da soviel Unbekanntes, so viele neue Eindrücke und Erfahrungen auf uns einstürzen. Die Routine und die alltäglichen Gewohnheiten haben wir -großteils – hinter uns gelassen… 

Gestern habe ich das besonders schöne Yogastudio ‚power of now oasis‘ im Süden Sanurs besucht. 100% ecofriendly – weist ein kleines Schild an der Rezeption mich darauf hin, dass die wunderschöne Bambushalle am Strand mit Blick aufs Meer aus natürlichen, nachhaltigen Materialien gebaut ist. Bali und Indonesien haben – wie natürlich viele andere Länder auf der Welt auch – ein großes Umweltproblem. Zuviele Autos, zuviel Plastik, selten Mülltrennung (der Müll wird einfach in die Landschaft, in die Flüsse und ins Meer gekippt), ein viel zu hoher Verbrauch der Ressourcen. Da Bali eine kleine Insel ist, wird das hier besonders offensichtlich. Diejenigen die Bali lieben (Einheimische ebenso wie Gäste) sind aufmerksam auf diese Probleme geworden und tun was – zum Beispiel das ‚power of now yoga‘. 

Oder die ‚turtle rescue farm‘ , die wir ebenfalls besuchen … Schildkröten – von den Eiern bis zur großen, ausgewachsenen Schildkröte – werden hier solange gehegt, aufgezogen oder medizinisch versorgt bis sie im Ozean (wieder) lebensfähig sind. Ein Team aus vorallem jungen Leuten kümmert sich darum, dass die Schildkröteneier am Strand nicht ausgebuddelt, gestohlen und gegessen werden, dass ausgewachsene Schildkröten nicht in Restaurants oder am Schwarzmarkt landen oder gestrandete Tiere (die sich zum Beispiel im Plastikmüll verheddert haben) medizinisch versorgt werden. Die hier betreuten Schildkröten sind alle vom Aussterben bedroht. Das TCEC (Turtle Conservation and Education Center) auf der sehr kleinen, Bali vorgelagerten Insel Seregan, macht einen tollen Job ! 
Voller Elan hat sich Peter als Driver heute im chaotischen Linksverkehr – frei von jeglichen Verkehrsregeln, die es hier auf Bali einfach nicht gibt- nach Ubud durchgeschlagen. Ich als Copilotin habe mit verschiedenstem Kartenmaterial versucht die Orientierung durch das Gewirr von – natürlich nicht beschilderten Orten und Straßen – zu behalten.Wir haben’s geschafft und sind im ‚Yogamekka‘ Balis wohlbehalten angekommen ! Auch unsere zweite Unterkunft ‚Sarin Villas‘ ist zu unserem Glück eine kleine ruhige Oase umgeben von Pflanzen und mit Blick auf die umgebenden Reisfelder… 

Der ‚Monkey Forest‘ ist gleich nebenan, der Besuch steht morgen auf dem Programm. Beim Beziehen unseres Hotelzimmers haben wir einen recht ungewöhnlicher Hinweis vom super netten Personal bekommen: die Fenster unseres Zimmers sollen wir bitte v.a. morgens nicht unbeaufsichtigt geöffnet lassen- denn die frechen Äffchen, die auch den Garten des Hotels besuchen, klettern auch manchmal ins Zimmer und klauen was ihnen gefällt (pick pockets der besonderen Art).

Yoga gab es heute als ,inner state‘ … wach für das Neue, Gelassenheit bei den ungewohnten und fordernden Situationen und Dankbarkeit für die vielen freundlichen Balinesen, denen wir heute begegnet sind (und die uns geholfen haben nach Ubud zu finden😉

 Yoga auf der Matte gibt es morgen wieder !

‚power of now yoga oasis‘ … die offene Yogahalle aus Bambus mit Blick aufs Meer… neue Inspirationen für Freising 🙂
‚Angelique‘ die heilige Kuh ist ‚head meditator‘
Turtel Island Research Center … wir bekommen eine sachkundige Führung von einem dort arbeitenden balinesischen Biologiestunden
herzliche Grüße & ein Namaste an euch alle … das Klima hier ist super angenehm

2 Gedanken zu “Nur der Tag bricht an, für den wir wach sind

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